Bordelektrik

Die Energieanlage dokumentieren

Was aufzuschreiben ist, damit man es in fünf Jahren noch versteht

Technik · Bordelektrik

ElektrikDokumentationLesezeit 5 Min

Eine Bordelektrik wächst über Jahre. Jede Nachrüstung ist im Moment selbsterklärend und nach zwei Saisons ein Rätsel – besonders für den, der sie nicht eingebaut hat.

Die vier Ebenen der Dokumentation

1. Was verbaut ist

Je Bauteil: Typ, Hersteller, technische Kenndaten, Einbaudatum und Einbauort. Bei Batterien zusätzlich Kapazität und Chemie, bei Reglern die eingestellte Kennlinie.

2. Wie es verbunden ist

Welcher Verbraucher hängt an welcher Sicherung, welchen Querschnitt hat die Leitung, wo verläuft sie. Eine grobe Skizze schlägt jede Beschreibung – auch handgezeichnet und abfotografiert.

3. Wie es eingestellt ist

Der am häufigsten vergessene Punkt. Ladekennlinien, Schwellen, Zeiten. Nach einem Gerätetausch oder einem Zurücksetzen sind diese Werte weg, und niemand weiß mehr, worauf sie standen.

4. Wie es sich verhält

Die Reihe der Messwerte: Ruhespannung im Frühjahr, Ladespannung unter Motor, Grundlast. Ein Einzelwert sagt wenig, die Entwicklung über Jahre sagt alles.

Der eine Wert, der am meisten spart

Das Einbaudatum. Bei Batterien, Reglern und Sicherungsautomaten entscheidet es darüber, ob ein Problem plausibel altersbedingt ist oder ob weiter gesucht werden muss. Ohne Datum beginnt jede Fehlersuche bei null.

Wo es hingehört

Drei Anforderungen ergeben sich aus dem Bordalltag: Es muss ohne Internet abrufbar sein, denn gesucht wird meist unterwegs. Es muss durchsuchbar sein, denn ein Ordner mit dreißig Fotos ist kein Nachschlagewerk. Und es sollte übergebbar sein, denn im Zweifel sieht ein Techniker hinein, nicht der Eigner.

Ein Ordner an Bord erfüllt die erste Anforderung, die anderen beiden nicht. Ein Cloud-Dienst erfüllt die zweite, die erste nicht.

Der Aufwand ist einmalig

Die Erfassung einer gewachsenen Anlage kostet einen Nachmittag. Danach kommt je Änderung eine Minute dazu. Der Zeitpunkt, an dem sich das auszahlt, ist selten der bequemste – meist ist es abends im Hafen, wenn etwas nicht funktioniert und der Verteiler unbeschriftet ist.

Anlage einmal erfassen

In PELARON lassen sich Batterien, Regler, Verbraucher und Stromkreise als Bauteile anlegen – mit Kenndaten, Einbaudatum, Fristen und den Messwerten jeder Prüfung. Offline abrufbar und bei Bedarf an Crew oder Werft freigebbar.

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