In Entwicklung PELARON Bordsteuerung

PELARON Control24 ProDie Verbindung zwischen Tableau, Bordnetz und App.

Eine Bordsteuerung für bestehende Boote, bei der vorhandene Wippschalter weiterverwendet werden und die manuelle Bedienung nicht von Internet, Cloud oder Smartphone abhängt.

Entwicklungsprojekt · Platinen in Fertigung · Erprobung auf Bluebaerry geplant
Deine Schalter bleibendas Tableau wird nicht ersetzt
Offline ausgelegtkeine Cloud als Voraussetzung
Native AppBedienung am Boot und am iPad
Für die Nachrüstungbestehende 12-Volt-Anlagen
Das Problem

Smart heißt an Bord zu oft: abhängig.

Nicht mit WLAN, LTE oder Leiterplatten anfangen, sondern mit dem, was an Bord wirklich stört.

Viele Einzellösungen

Ladegeräte, Instrumente, Sensoren und Verbraucher arbeiten nebeneinander.

Smart bedeutet oft abhängig

Fällt App, Netzwerk oder Controller aus, darf die Bedienung am Boot nicht verschwinden.

Bestehende Tableaus sind wertvoll

Ein funktionierendes Schaltpanel muss nicht entfernt werden, nur weil zusätzliche Bedienmöglichkeiten entstehen sollen.

Deine vorhandenen Schalter bleiben erhalten. PELARON verbindet sie mit App, Bordnetz und Sensoren – ohne die manuelle Bedienung aufzugeben.

  • vorhandenes Tableau bleibt nutzbar
  • Bedienung am Boot und über die App
  • lokale Funktion auch ohne Internet
  • keine Cloud als Voraussetzung
  • sicherheitsrelevante Systeme bleiben elektrisch unabhängig
  • für bestehende Boote und Nachrüstung entwickelt
So soll es funktionieren

Drei Ebenen. Und eine Gruppe, die außen bleibt.

Das Tableau schaltet wie bisher. Control24 Pro schaltet daneben, misst und meldet. Die App zeigt und bedient – und fällt sie weg, gelten wieder die Schalter.

Drei Ebenen: vorhandenes Tableau, PELARON Control24 Pro, Verbraucher und App. Navigation, Autopilot und Funk daneben auf eigenen Pfaden, die Bilgenpumpe mit eigenem Handschalterpfad und einer Automatik über einen eigenen Kanal. EBENE 1 Vorhandenes Tableau Die Wippschalter bleiben und schalten. EBENE 2 PELARON Control24 Pro Schaltet daneben, misst, meldet. Fällt sie aus, gelten die Schalter. EBENE 3 Verbraucher Kühlschrank · Toilette Druckwasser · Licht Heizung: nur Start/Stop EBENE 3 Native App Zustand, Fern-Ein, Sperren, Regeln, Verlauf · über WLAN EIGENE PFADE Sicherheitsgruppe mit eigenem Schalter Navigation eigener Direktpfad Autopilot EV-200 eigener Direktpfad Funkgerät eigener Direktpfad Bilgenpumpe Handschalter direkt misst Automatik Die Pfade sperrt die App nicht.
Geplanter Funktionsumfang

Was entschieden ist – und was nicht.

Keine Liste vermeintlich fertiger Funktionen. Drei Gruppen, ehrlich sortiert.

Bereits entschieden

Grundlage des Schaltplans
  • vorhandene Wippschalter bleiben
  • manuelle Bedienung bleibt
  • Spannungsrückmeldung ist verbindlich
  • unabhängige Pfade für Navi, Autopilot und Funk
  • Heizung behält permanente Versorgung
  • 24 Lastkanäle im Prototyp, drei davon für hohe Ströme

In Entwicklung

Woran gerade gearbeitet wird
  • Aufbau des Prototyps aus drei Platinen
  • Programme für alle drei Rechner
  • native App-Steuerung
  • Sensor- und Alarmfunktionen
  • NMEA 2000 und Victron
  • WLAN, LTE nur für Alarme
  • Wandgehäuse aus dem 3D-Drucker

Später zu prüfen

Offen, nicht versprochen
  • Apple-Home-Anbindung
  • Serienfertigung
  • endgültiger Verkaufspreis
  • Liefertermin
  • weitere Bootsvarianten

Die Programme für alle drei Rechner der Steuerung sind geschrieben und an einem Modell der Platinen geprüft, der Hauptrechner zuletzt mit 146 Prüfungen ohne Fehler. Auf echter Hardware läuft bisher nur der kleine Bluetooth-Empfänger, der die Victron-Geräte mithört.

Am NMEA-2000-Bus meldet sich die Steuerung als Gerät an und sendet Batteriebank, Kabinentemperatur und Schaltzustände, so dass der Plotter sie anzeigen kann. Schaltbefehle vom Bus nimmt sie bewusst nicht an. LTE ist nur für den Notfall da: Das Modem bleibt aus, solange WLAN da ist, und eine Nachricht ans iPhone geht nur, wenn die App nicht verbunden ist. Fernzugriff gibt es nur über das WLAN im Hafen, durch einen verschlüsselten Tunnel – nie über LTE.

Dazu kommt ein Wandgehäuse zum 3D-Druck, 380 × 345 × 145 Millimeter, mit Sockeln für die drei Platinen und Kabelverschraubungen oben; vorgesehen ist ASA.

Sicherheitskonzept

Smart schalten, ohne alles von „smart“ abhängig zu machen.

Was die Steuerung schaltet, was sie nur überwacht – und was sie nie sperren darf.

Normale Verbraucher über Control24 ProKühlschrank, Toilette, Druckwasser, Beleuchtung – schaltbar, sperrbar, gemessen.
Navigation unabhängigEigener Strompfad. Die App sieht den Zustand, greift nicht ein.
EV-200 unabhängigDer Autopilot hängt nicht an der Steuerung.
Funkgerät unabhängigEigener Pfad, für den Sendestrom ausgelegt. Notruf bleibt möglich.
Bilgenpumpe mit eigener AutomatikEin Feuchtefühler schaltet sie über einen eigenen Kanal des Sicherheitscontrollers, ohne App und ohne Hauptrechner. Die App kann die Automatik ausschalten; der Handschalter bleibt in seinem eigenen Strompfad. Ob ein Schwimmerschalter dazukommt, ist offen.
Standheizung mit permanenter HauptversorgungNur Start und Stop – nie hart stromlos.
Die App zeigt ZuständeSicherheitsrelevante Direktpfade kann sie nicht sperren – das ist gebaut, nicht versprochen.
Rückfall auf die SchalterFehlt das Lebenszeichen der App oder fällt die Steuerung aus, gelten wieder die Wippschalter.

PELARON Control24 Pro befindet sich in Entwicklung. Es ist derzeit weder ein verkaufsfertiges Produkt noch ein zertifiziertes Navigations-, Funk- oder Seenotgerät.

Entwicklungsstand

Wo das Projekt steht.

Keine Datumsversprechen, solange sie nicht belastbar sind. Der Stand wird hier fortgeschrieben.

  1. 1
    Anforderungen am Boot aufgenommen
    erledigt
  2. 2
    Bordnetz und Verbraucher vermessendie Ströme der Verbraucher, gemessen am Boot am 18. September
    erledigt
  3. 3
    Sicherheitsarchitektur festgelegt
    erledigt
  4. 4
    App-Bereich Bordsteuerungerste Fassung läuft gegen eine nachgebildete Platine
    erledigt
  5. 5
    Schaltplan und drei Leiterplatten in KiCaddie Prüfungen ohne Fehler; zwei Fehler auf der bestellten Logikplatine sind von Hand reparierbar und im Stand RevB berichtigt
    erledigt
  6. 6
    Platinen gefertigtbestellt am 29. September, in Produktion, Versand voraussichtlich am 21. Oktober
    läuft
  7. 7
    Bauteile beschafftknapp 600 Bauteile von mehreren Lieferanten; die Relais der drei großen Kanäle kommen im November
    weitgehend erledigt
  8. 8
    Werkstatt, Prüf- und Bordprogramme vorbereitetOszilloskop, Logikanalysator, ein Platinenbuch je Platine, Programme am Modell geprüft; eine Lötübung ist unterwegs
    erledigt
  9. 9
    Aufbau des PrototypsStufe für Stufe löten, nach jeder Stufe messen
    als Nächstes
  10. 10
    Inbetriebnahme und Lasttests am Labornetzteil
    geplant
  11. 11
    Einbau und Erprobung auf Bluebaerryim Frühjahr, wenn das Boot im Wasser ist
    geplant
  12. 12
    Entscheidung über eine Verkaufsfassung oder Pilotserie
    offen

Das Projekt ist ein Winterprojekt: Löten, Firmware und App entstehen in der Zeit, in der das Boot an Land liegt. Die Erprobung braucht das Boot im Wasser; die Frist ist der Kran im Frühjahr.

Eine Verkaufsfassung ist das erklärte Ziel: höchstens so groß wie A5 mit zwölf Kanälen, dazu eine große Fassung mit 24 über eine Erweiterungsplatine. Sie kommt erst nach dem Prototyp und einer Saison auf Bluebaerry; die CE-Prüfung und die Zertifizierung für NMEA 2000 gehören dazu. Einen Termin, einen Preis oder eine Vorbestellung gibt es dafür nicht.

Was hier bewusst nicht steht: ein Liefertermin, ein Verkaufspreis, die Kanalzahl einer Verkaufsfassung, eine Zertifizierung oder maritime Zulassung, garantierte Kompatibilität mit allen Heizungen und Autopiloten, Apple Home, Funkreichweiten, eine Serienproduktion. Das lässt sich ergänzen, wenn es belastbar ist.

Vorerst keine Vorbestellung.

Der Wert liegt gerade in der nachvollziehbaren Entwicklung. Warum die Steuerung so gebaut wird und was sie nicht ist, steht in der Hardware-Dokumentation — zweiundzwanzig Kapitel, für Segler geschrieben. Wer Anforderungen aus der eigenen Bordpraxis beisteuern will, ist willkommen.

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