Entwicklungstagebuch, Teil 7 · 14. August 2026
Auf meiner Liste standen zwei Punkte als „Doppelung“.
Hätte ich sie abgearbeitet, wären zwei Funktionen weg gewesen.
Nach den zwei Tagen aus Teil 6 stand eine Liste mit neun Punkten. Sieben davon habe ich an diesem Abend abgearbeitet, zwischen kurz vor sechs und kurz nach sieben. Achtzehn Änderungen sind es am Ende geworden, weil unterwegs Dinge auftauchten, die nicht auf der Liste standen.
Und zwei Punkte haben sich in Luft aufgelöst, weil sie Fehler beschrieben, die es nicht gab. Das ist der Teil, über den ich eigentlich schreiben will.
Drei Fälle, nicht zwei
Der Törnbericht sagt seit Teil 6, dass er Einträge ohne Törnzuordnung weglässt. Wenn er das sagt, muss man auch sehen können, welche das sind. Also gibt es jetzt eine Übersicht im Logbuch.
Beim Entwurf war mir wichtig, dass sie keine Fehler meldet, sondern fragt. Denn es sind drei Fälle, nicht zwei:
- Törn vergessen anzulegen.
- Müll.
- Und der berechtigte Hafeneintrag: Ölstand geprüft, Winterlager, Werftbesuch, Motor probegelaufen.
Zwischen zwei Saisons ist der dritte Fall die Mehrzahl aller Einträge, und er ist kein Mangel.
Eine Prüfung, die richtige Einträge dauerhaft rot markiert, schaltet man nach zwei Wochen ab. Und dann fehlt sie, wenn man sie braucht.
Deshalb: Wer einen Zeitraum als Hafenzeit bestätigt, bekommt ihn nie wieder vorgesetzt.
Beim Testen kam ein Fall dazu, an den ich nicht gedacht hatte — Einträge, deren Zuordnung auf einen gelöschten Törn zeigt. Die sind heimtückischer als gar keine Zuordnung: Sie sehen zugeordnet aus und tauchen trotzdem in keinem Bericht auf.
Erst der eigene Bestand, dann das Netz
PELARON führt einen eigenen Hafenbestand. Jede erfolgreiche Suche wird behalten, ganze Reviere lassen sich vorab laden. Bei mir liegen dreiundneunzig Häfen drin.
Die Marinasuche in der Kartenansicht hat davon nichts gewusst. Sie fragte einen einzigen fremden Server, ohne Zeitgrenze, und meldete bei Ausfall: „Suche derzeit nicht möglich. Internetverbindung oder Kartendienst prüfen.“
Für ein Werkzeug, das an Bord gebraucht wird, ist das die falsche Reihenfolge.
Jetzt kommt zuerst der eigene Bestand — sofort und ohne Netz —, danach das Netz mit drei Spiegeln als Ergänzung. Und jede erfolgreiche Suche füllt den Bestand weiter.
Beim Testen war der fremde Dienst tatsächlich nicht erreichbar. Statt der Sammelmeldung stand da, wie viele Häfen aus dem eigenen Bestand gefunden wurden. Das ist der Unterschied zwischen „geht nicht“ und „geht, nur anders“.
Der Bote statt der Ursache
Am selben Abend noch ein Fund, der mich geärgert hat, weil er hausgemacht war.
Die Marinasuche probiert jetzt drei Server statt einem. Jeder fehlgeschlagene Versuch wurde vom Hintergrunddienst in eine eigene Fehlermeldung verwandelt. Der Fehler wurde sauber gefangen, die App zeigte die richtige Meldung — aber in der Konsole stand nicht mehr die Ursache, sondern der Bote.
Wer einen Ausfall sucht, sucht dann am falschen Ort. Fremde Adressen gehen jetzt unverändert durch.
Vier Bausteine, die es ohne Netz nicht gab
Beim Nachrechnen der Liste, die festlegt, was für den Betrieb ohne Netz vorgehalten wird, kam heraus: Vier Bausteine waren gar nicht offline verfügbar. Der Dateiabgleich zwischen den Geräten, die Namensprüfung, die neue Zuordnungsprüfung und die Installationshilfe.
Mit Netz merkt man das nie. Ohne Netz fehlen sie.
Und „läuft ohne Netz“ ist die Zusage, mit der ich werbe.
Einen der vier hatte ich zwei Stunden vorher selbst hinzugefügt und die Liste vergessen. Die anderen drei fehlten schon länger.
Achtzehn Änderungen, jede belegt
Was mir am Ende dieses Abends am meisten wert ist, sind nicht die achtzehn Änderungen.
Es ist, dass für jede eine Prüfsumme im Verlauf steht: vor der Änderung die des Servers, nach dem Hochladen die neue, dazu ein Wort, das nur in der neuen Fassung vorkommt.
Das ist der Ertrag aus dem Debakel vom Mittwoch. Es kostet zehn Sekunden je Datei und ersetzt jedes „müsste eigentlich“.
Was ich mitnehme
Zwei Punkte auf einer Fehlerliste waren keine Fehler. Ich hatte zwei Dinge für dasselbe gehalten, weil sie ähnlich aussahen — und beim Ansehen waren es zwei verschiedene Aufgaben.
Das ist mir seitdem noch mehrfach passiert, immer in dieselbe Richtung: Ich sehe eine Doppelung und will aufräumen.
Bevor man etwas als überflüssig entfernt, sollte man wissen, wofür es da war. Eine Liste sagt das nicht. Nur das Hinsehen sagt es.
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