Entwicklungstagebuch · Teil 47

Es wird

Entwicklungstagebuch, Teil 47 · 21. bis 24. Oktober 2026

Entwicklungstagebuch, Teil 47 · 21. bis 24. Oktober 2026

Vier Tage, und wenn ich sie in wenigen Worten zusammenfassen soll: Es wird. Der Abgleich zwischen den Geräten funktioniert so weit, Gäste lassen sich an Bord einladen, und ein paar Fehler, die man erst bemerkt, wenn sie jemandem passieren, sind gefunden und abgestellt.

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Der Blick auf die anderen

Am Mittwoch lag eine neue Tiefenprüfung auf dem Tisch, diesmal mit einem ausführlichen Blick auf den Markt. Für mich war das Ergebnis eindeutig: Im Vergleich mit dem stärksten Mitbewerber ist PELARON viel weiter und tiefer. Der Bericht nennt als eigentlichen Unterschied eine Kette, die es so sonst nicht gibt — vom Defekt über die Anlage, die Aufgabe und das Ersatzteil bis zum Dokument und zu den Kosten. Genau das war von Anfang an der Gedanke: nicht mehr Funktionen, sondern Daten, die miteinander zu tun haben.

Geglaubt wurde dem Bericht trotzdem nicht einfach so. Jeder Satz über die App wurde gegen den Quelltext gehalten, jede Angabe zum Markt gegen die Seiten der Anbieter. Einiges stimmte nicht: Preise, Fassungen, und ein paar Aussagen über PELARON selbst — der Nachtmodus zum Beispiel ist rot, nicht rot-schwarz. Was übrig blieb, war echt, aber klein: eine Hintergrundberechtigung, die die App gar nicht braucht, ein Orange, das auf hellem Grund zu blass ist, Schriftgrößen, die nicht mitwachsen, wenn man die Schrift am Gerät größer stellt. Am Donnerstag war das erledigt.

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Zwei Sprachen von Anfang an

Aus dem Bericht kamen auch Fragen zur Entscheidung, und ich habe sie am Donnerstag alle beantwortet. Die wichtigste für mich: Die App kommt in zwei Sprachen, Deutsch und Englisch, mit einer Auswahl in der App — und zwar jetzt, nicht irgendwann. Der Grund ist einfach: Ich will zum Verkaufsstart nicht auf den deutschen Markt beschränkt sein. Und je später man die Texte aus einem Programm herauslöst, desto mehr werden es.

Der Rest ging schneller. Bevor die erste Testfassung über TestFlight geht, gibt es eine Prüfliste für alles, was sich nur am Gerät beweisen lässt. Die Ausrüstung — die letzte Tafel, auf der noch „Noch nicht gebaut“ steht — kommt in die native App. Die Sicherung lässt sich auf Wunsch ganz verschlüsseln. Es gibt eine Ansicht, die sagt, welche Daten wohin gehen. Und die Gestaltungsvorschläge des Berichts kommen alle auf den Tisch, als Entwurf, nicht später.

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Ein Fehltipp, der stehen blieb

Als Erstes gebaut wurde das „Rückgängig“. Wer im Cockpit den falschen Knopf erwischt, hatte bisher einen falschen Eintrag im Logbuch, und der blieb. Jetzt steht nach jedem Schnelleintrag ein paar Sekunden lang „Rückgängig“ da. Zurückgenommen heißt bei mir aber nicht gelöscht: Der Eintrag bleibt in der Datei, gekennzeichnet, Logbuch und Liste zeigen ihn nicht mehr, und der Törnbericht sagt, wie viele zurückgenommen wurden. Das war meine Wahl zwischen zwei Entwürfen.

Beim Vorbereiten kam heraus, worauf das Rückgängig angewiesen ist — und dass genau das nicht stimmte. Wer während eines laufenden Törns einen Eintrag änderte, sah, wie sich das Blatt schloss, aber geändert war nichts. Ein gelöschter Eintrag kam nach einem Neustart wieder. Und die Sicherung ließ zwei Dinge liegen: Tanks und Energie und die Einrichtung der Bordsteuerung. Auf einem neuen Gerät hätte man nach dem Einspielen leere Tanks gehabt. „Alles leeren“ wiederum versprach ein Gerät wie frisch installiert und ließ die Bordsteuerung stehen. Das ist alles repariert, und am Samstag habe ich es nachgeprüft, auch über einen Neustart hinweg. Dazu steht an jedem nachgetragenen Eintrag jetzt, dass er nachgetragen ist.

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Ein Netz ohne vier

Am Freitagmorgen wollte Xcode die App nicht aufs iPhone legen. Die Meldung sagte, ein Bestandteil für Entwickler lasse sich auf dem Gerät nicht einbinden. Der erste Verdacht war, das iPhone sei mit seinem neuen System schon zu weit für mein MacBook. Der war voreilig — gemessen hatte das niemand.

Gemessen wurde dann, und zwar gründlich. Der Mac erreichte einen bestimmten Server bei Apple nicht, über den jedes Gerät freigeschaltet wird. Der Grund lag nicht bei Apple, sondern bei mir zu Hause: Mein Mac bekam im WLAN keine IPv4-Adresse, nur IPv6 — und dieser eine Server spricht nur das alte IPv4. Alles andere im Netz ging, darum war es nie aufgefallen. Mit dem iPad als Hotspot hat es dann funktioniert, ich konnte auf dem iPhone bauen. Warum die FRITZ!Box dem Mac keine Adresse gibt, ist noch offen.

Offen ist auch eine größere Frage. Apple nimmt ab April 2027 nur noch Apps an, die mit dem neuen System gebaut sind, und das passende Xcode läuft nur noch auf Macs mit Apple-Chip. Mein MacBook hat einen Intel-Prozessor. Das ist eine Entscheidung, die vor dem Frühjahr fallen muss.

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Gäste an Bord

Der Samstag gehörte dem Server. Die native App soll ihre Einträge später über denselben Server abgleichen wie die Webfassung. Damit der Browser dann nicht mit Einträgen überschwemmt wird, die er noch gar nicht lesen kann, überspringt die Webfassung sie jetzt — das ist live, bevor die App den ersten schickt.

Dann habe ich mit einem zweiten Probekonto ausprobiert, einen Gast an Bord einzuladen: Einladungslink, die Karte mit der Einladung, das Konto in der Mitgliederliste. Das funktioniert. Danach sollte das Probekonto wieder weg — und genau da brach es ab. „Konto vom Server löschen“ war kaputt und hätte, repariert, Fotos und Dokumente stehen lassen. Jetzt geht es, und das Probekonto ist gelöscht. Haben zwei Eigentümer ein Boot, nimmt die Löschung des einen dem anderen nicht mehr das Boot weg.

In der Datenschutzerklärung standen Fristen, nach denen alte Anmeldungen, Geräte und Einladungen verschwinden — nur hielt sie kein Programm ein. Jetzt räumt der Server einmal am Tag auf, und die Erklärung beschreibt, was er wirklich tut.

Und ich stand selbst vor meinem Konto: Ich hatte eins, aber das Passwort vergessen. Das war kacke. Aber so habe ich festgestellt, dass noch eine Möglichkeit fehlt, das Passwort zurückzusetzen. Diesmal ging es von Hand, und ein richtiges „Passwort vergessen“ steht auf der Liste.

Beim ersten Anmelden in einem leeren Browserfenster hieß mein Boot dann plötzlich „PELARON Demo Yacht“. In der Cloud lag noch der Stand der Webfassung vom August, mit Beispieldaten aus den ersten Tests. Das war alles aus der Prüfphase — keine echten Dokumente, keine richtigen Törndaten. Also habe ich es leeren lassen. Wenn die native App das erste Mal abgleicht, fängt sie mit einem leeren Boot an.

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Was man im Dunkeln nicht sieht

Beim Nachprüfen am iPhone habe ich den Dunkelmodus eingeschaltet, der in iOS 27 unter „Erscheinungsbild“ steht. Ein orangefarbener Knopf war darin nicht zu erkennen. Er war gesperrt und deshalb fast unsichtbar ausgeblendet. Jetzt sieht ein gesperrter Knopf anders aus: ohne Füllung, mit gestricheltem Rand und grauer Schrift, hell wie dunkel gut zu lesen. Wo nicht schon daneben steht, warum er gesperrt ist, steht es jetzt in einer kleinen Zeile darunter.

Und auf dem iPhone gab es keinen Mond. Den Schalter für den roten Nachtmodus gab es nur unten in der Seitenleiste des iPads. Night Shift hilft da nicht: Es dunkelt das Bild ab, rot wird es nicht. Jetzt sitzt der Mond auch auf dem iPhone, oben rechts in der Kopfleiste. Antippen schaltet, gedrückt halten öffnet die Einstellungen. Gefunden habe ich das, wie das fehlende Zurücksetzen des Passworts, nur, weil es mir selbst passiert ist.

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Was bleibt

Es wird. Der Kern steht bei 1733 Prüffällen, ohne einen Fehlschlag. Gebaut ist alles auf beiden Geräten, geprüft wird morgen.

Alles hat einen Sinn, auch Fehler zu finden. Wichtig ist, sie dann auch konsequent abzustellen.

Und eine kleine Lehre für den Schreibtisch: Zweimal in diesen Tagen hing eine Messung, weil iCloud Dateien von meinem Mac ausgelagert hatte. Die Dateien einmal laden, und weiter ging es.

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PELARON entsteht an Bord der Bluebaerry und am Schreibtisch in Erfurt. Fragen, Widerspruch und Fehlermeldungen sind willkommen.