Entwicklungstagebuch, Teil 11 · 20. August 2026
„Warum sind die Auswahlfelder nicht alle auf einer Höhe?“
Die Frage kam mittendrin, zwischen zwei Punkten aus dem Prüfbericht. Sie wurde beantwortet wie eine Nebensache — und genau das war der Fehler des Tages.
Was vorher lief
Der Vormittag war gut.
Die verschlüsselte Sicherung enthält keine Fotos und kann es nicht — sie liest den einen Speicher, die Bilder liegen im anderen. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Folge davon, wo Bilder liegen müssen: In den Speicher, den die Sicherung liest, passen rund fünf Megabyte für alles zusammen; ein einziges Handybild sprengt das.
Gefährlich ist daran nicht, dass die Fotos fehlen. Gefährlich ist, dass es niemand merkt. Wer zurückspielt, bekommt Logbuch, Wartung und Bordkasse wieder — und nichts sagt ihm, was nicht dabei war.
Dieselbe Klasse Fehler wie beim Törnbericht: Zu viel sieht man. Zu wenig nicht.
Jetzt wird beim Erstellen gezählt, was in den Bilddatenbanken liegt, und die Zahl wandert verschlüsselt in die Sicherung hinein. Das ist der Kniff: Beim Zurückspielen stammt der Hinweis aus der Datei und beschreibt das Gerät, auf dem sie entstand — nicht das leere, auf dem gerade wiederhergestellt wird.
Sonst meldete ausgerechnet das Gerät, dem alles fehlt, es fehle nichts.
Zwei weitere Punkte fielen an dem Vormittag: „1 Törns“ heißt jetzt „1 Törn“. Und der Filter „Törn“ im Logbuch war leer, obwohl ein Törn vorhanden war — die Liste füllte sich nur beim Öffnen des Dialogs für einen neuen Eintrag.
Und dann die Felder
Fünf Felder in einer Zeile: Suchfeld, zwei Auswahllisten, zwei Datumsfelder. Die beiden Datumsfelder saßen höher als der Rest, ihre Beschriftungen klebten an der Karte darüber.
Dreimal wurde eine Ursache genannt, und dreimal lag sie daneben.
Beim ersten Mal fehlte angeblich eine Ausrichtungsregel — sie stand längst da, nachgesehen wurde in einer veralteten Kopie. Beim zweiten Mal sollte die Schreibweise der Regel schuld sein, zu neu für den Browser — der versteht sie seit fünf Jahren. Beim dritten Mal sollte ein Zusatz das Innere des Kastens nach unten schieben — er änderte nichts.
Zwischendurch wurde mir zweimal angeboten, den Punkt liegen zu lassen. Es sei ja nur die Optik.
Ich habe geschrieben:
Und das nächste Mal nicht Dinge nach hinten schieben, die Optik ist ebenso ein wichtiger Punkt.
Der Satz sitzt, und er stimmt auch sachlich. Schief sitzende Felder beschädigen keine Daten. Sie sind der erste Eindruck. Wer die App öffnet und die Filterzeile sieht, schließt daraus auf den Rest — zu Recht, denn ich beanspruche Sorgfalt bis auf den Cent.
Bei der Konkurrenz für achtzig Euro im Jahr sitzt jedes Feld gerade.
Woran es wirklich lag
Als endlich statt zu raten die Hilfslinien des Browsers eingeschaltet wurden, war es in dreißig Sekunden klar.
Alle fünf Felder lagen in einer Zeile, unten bündig. Die Zeile war richtig ausgerichtet. Schief saß nur das Innere der beiden Datumsfelder.
Der Grund: Diese beiden waren anders gebaut als ihre Nachbarn. Sie hatten eine sichtbare Beschriftung über dem Feld, die anderen drei gar keine. Zwei Bauformen nebeneinander, und die eine dehnte sich anders als die andere.
Die Lösung war deshalb nicht, weiter zu flicken, sondern beide Bauformen anzugleichen.
Eine Behauptung, von der ich wusste
Zum Schluss noch etwas, das mich mehr geärgert hat als die Felder.
Auf der App-Seite stand unter „Verschlüsselte Sicherung“: Der komplette Datenstand lässt sich herunterladen.
Das stimmt nicht, und ich weiß das seit dem 12. August. In der App ist die Beschriftung seither ehrlich. Auf der Seite, mit der ich für die App werbe, stand die alte Behauptung noch — zwei Abschnitte über dem Kapitel, das erklärt, wofür man PELARON nicht verwenden darf.
Dieselbe Gestalt wie überall: Die richtige Auskunft war da. Nur nicht dort, wo man sie liest.
Was ich mitnehme
Bei einer falschen Zahl wäre sofort ein Prüfwerkzeug gebaut worden. Bei zwei schiefen Feldern wurde aus der Ferne geraten — und der Bootseigner als Messgerät benutzt.
Was der Nutzer aufbringt, wird abgearbeitet, nicht bewertet. Und ein Darstellungsfehler bekommt dieselbe Messung wie ein Rechenfehler.
Der zweite Teil ist der eigentliche. Es wurde nicht dreimal danebengelegen, weil die Ursache schwer war — sie war in dreißig Sekunden sichtbar, sobald das richtige Werkzeug lief.
Es wurde danebengelegen, weil die Sache für zu klein gehalten wurde, um ein Werkzeug dafür einzuschalten.
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